Unsere Geschichte

 

Bereits 1978 wurde das „Lädchen“ durch das Ehepaar Sander eröffnet, beide waren gelernte Drogisten und übernahmen die Geschäftsführung. Herr Sander verfügte zusätzlich über eine Reformhausqualifikation. Es erfolgte der Verkauf von biologischem Obst, Gemüse, Brötchen und Eier. Auch der Verkauf von Büchern erfolgte zeitnah. Das Ehepaar Sander machte während der Sommerferien stets einen 6-wöchigen Urlaub und das „Lädchen“ wurde in der Zeit geschlossen. 

Um sicherzustellen, dass zumindest die laufenden Fixkosten abgedeckt werden konnten, stellte sich Frau Barteleit ehrenamtlich zur Verfügung, um den Geschäftsbetrieb zumindest bis mittags aufrechtzuerhalten. Zunächst erfolgte der Verkauf von Obst und Gemüse an der Baracke der Schule, dann vor dem Eingang Mergelteichstraße 41 und anschließend vor dem Eingang zur Caritas. Der klare Ansatz war die biologisch-dynamische Anbaurichtlinie nach dem demeter-Verband.

Anfangs war man sehr bemüht, dass Gesundheitsbewusstsein der Kunden zu wecken. Frau Keser gab beispielsweise praktische Kurse, wo man lernte, was Besonderes und Wichtiges der biologisch-dynamische Anbau für Mensch und Erde ist. Welche Körner an welchem Wochentag die Besten sind und es wurden schmackhafte demeter-Gerichte zubereitet. Es gab für die Kunden Ausflüge auf demeter-Höfe und viele andere schöne Aktivitäten. Beliebt war auch stets das Herbstfest, bei dem man beispielsweise auch stets größere Mengen Kartoffeln kaufen konnte. Mitte der 80er Jahre eröffneten weitere Hofläden und Bioläden, deren Konkurrenz deutlich zu spüren war. Zusätzlich zum „Lädchen“ wurde ein Bio-Restaurant & Café eröffnet. Der vom PSZD finanzierte Koch Herr Otten betrieb diese beliebte Begegnungsstätte 3 Jahre.

Im Jahr 1992 änderte sich die Gesellschafterstruktur; es gründete sich die Gesellschaft „Christopherus-Haus am Tierpark gGmbH“, deren Gesellschafter das PSZD (49%) und das Christopherus-Haus (51%) waren. Als Geschäftsführer wurde Herr Reubelt eingestellt, dessen erste Aufgaben der Umbau und die Neustrukturierung waren. Die Räume des Bio-Restaurants & Café wurden zusammengelegt und der neue Name des Biomarktes hieß von da an „Treffpunkt“. Durch die Kooperation mit der Werkstatt Gottessegen wurden auch benachteiligte Menschen mit Assistenzbedarf im Rahmen eines Außenarbeitsplatzes eingestellt.

Bereits Ende 1993 verließ Herr Reubelt das Unternehmen wieder. Darauf folge für ca. 1 Jahr Herr Fuhrmann in verantwortlicher Position. Seine Nachfolgerin war Frau Nockemann, die in dem Unternehmen über 12 Jahre Verantwortung übernommen hat. Nach ihrem altersbedingten Ausscheiden im Jahr 2007 waren zunächst Frau Pöllmann und anschließend Herr Großhenning verantwortlich. Im Januar 2012 übernahm dann die Tochter von Frau Nockemann die Verantwortung, mit gleichzeitiger Unterstützung ihrer Mutter. Zu diesem Zeitpunkt schien der Personalbestand relativ hoch und notwendige Renovierungsmaßnahmen blieben aus.

In der zweiten Jahreshälfte meldete die Gesellschaft dann Insolvenz an. Dass der „Treffpunkt“, das eigentliche Herz und der Mittelpunkt des PSZD möglicherweise geschlossen werden sollte, löste eine große Anzahl von Protesten und unterschiedlicher Rettungsversuche seitens der Kunden aus.

Es folgten Personalentlassungen, Kürzungen der Öffnungszeiten, Einschränkungen im Sortiment und viele unsichere Monate, da der Insolvenzverwalter keine kurzfristige Lösung herbeiführen konnte.

Im Dezember 2013 folgte die Übernahme durch die Treffpunkt Bio UG. Mit diesem Wechsel engagierte sich das PSZD als Vermieter bei den dringend notwendigen Renovierungsmaßnahmen und auch die neue Gesellschaft investierte in die Renovierung und die Modernisierung. So wurden beispielsweise neue Eco-Kühlgeräte angeschafft, die EDV-Hard- und Software aktualisiert und vieles Mehr.

Es existiert nun eine harmonische Mischung aus langjährigen und neuen Mitarbeitern, so dass sich Neues mit Altem gut ergänzt; ganz zum Wohle der Kunden.

Quelle: Frau Sander, Herr Barteleit